Unsere Ausbildung während COVID-19

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Das Coronavirus hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Berufsalltag. Vier Auszubildende vom Standort Frankfurt am Main schildern in folgendem Beitrag ihre Erlebnisse in dieser Zeit.

Nora

Als der Beschluss gefasst wurde, dass kein Mitarbeiter mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren darf, befand ich mich im Mainzer Ladengeschäft. Aufgrund der neuen Bestimmungen wurde ich für kurze Zeit in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Die Läden mussten natürlich vorübergehend schließen, deshalb haben wir die Ware, die unsere Kunden normalerweise im Laden abholen sollten, per Post versendet.

Die Pandemie beeinträchtigte zwar unsere Arbeitsweise, jedoch nicht mein Arbeitsvolumen. Neuauflagen, Buchfortsetzungen, sowie Briefpost und Pakete mussten natürlich weiterhin tagesaktuell versendet werden.

Momentan helfe ich in der Zeitschriftenabteilung beim Etikettieren und Ausliefern. Alles in allem hat das Virus Auswirkungen auf den Arbeitsort, die Art und meinen Arbeitsweg.

Melanie

Ich verbrachte die Zeit im Kundenservice des Standorts Frankfurt. Jedoch saß ich dabei nicht wie gewohnt in einem Büro, sondern im Homeoffice. Erstmal war die neue Situation seltsam, besonders da ich noch in meinem ersten Ausbildungsjahr bin.

Über einen speziellen Login-Vorgang konnte ich auf alle meine arbeitsrelevanten Dokumente und Programme zugreifen. Im Kundenservice werden u.a. Kundenbestellungen und -anfragen bearbeitet, welche man auch im Homeoffice erledigen kann.

Es blieben einige Fragen offen, die man nun telefonisch mit Kolleg*innen klären musste. Viele Wege führen zum Ziel, auch wenn diese manchmal umständlich sind.

Mittlerweile sitzen wieder einige Kolleg*innen in ihren Büros, so auch ich. Der Mindestabstand und die Hygieneregeln sind natürlich abteilungsunabhängig weiterhin einzuhalten.

Sabrina

Die Corona-Krise hat auch gegenwärtig Auswirkungen auf meine Berufsausbildung. Zum einem wurden meine Abschlussprüfungen um ca. drei Monate verschoben, zum anderen wurde der allgemeine Berufsalltag auf den Kopf gestellt.

Zunächst wurden wir auf verschiedene Büros verteilt. Auch auf den Fluren begegneten wir uns mit Abstand. Viele Kolleg*innen waren bereits im Homeoffice, nach einiger Zeit auch ich. Insgesamt habe ich fünf Wochen von Zuhause aus gearbeitet.

Es war eine interessante Erfahrung, mit vielen Vor- und Nachteilen. Schön finde ich den kurzen Arbeitsweg. Was mir auf jeden Fall fehlte war der persönliche Austausch mit den Kolleg*innen. Im Homeoffice musste alles telefonisch oder per E-Mail erledigt werden.

Mittlerweile wurden einige betriebliche Regeln wieder gelockert, und ich bekam ein kleines Büro in Mainz zugeteilt. Jetzt ist die Einarbeitung in die Fortsetzungsabteilung leichter, da ich vor Ort mit meiner Kollegin zusammenarbeiten kann. Regelmäßige Telefonkonferenzen helfen beim Austausch.

Jaminia

Durch COVID-19 wurden auch die Buchhandlungen von Schweitzer Fachinformationen geschlossen. Abgesehen von dem persönlichen Kontakt zu den Kunden, änderte sich wenig.

Ich traute mich zunächst nicht ans Telefon zu gehen, bis mir mein Kollege geraten hat, es einfach zu versuchen. Ich hatte Angst, etwas Falsches zu sagen, aber die Kund*innen haben sehr viel Verständnis, sobald man ihnen mittteilt, dass man noch Azubi ist. Es ein gutes Gefühl, sein Bestes gegeben zu haben und auch der telefonischen Kontakt mit unseren Kund*innen bereitete mir sehr viel Spaß.

Nach drei Wochen Urlaub freute ich mich sehr, wieder arbeiten zu gehen. Meine Angst vor den Telefongesprächen konnte ich auch sehr schnell überwinden.

Aufgrund der Pandemie hatte ich viel Zeit, um meine Ausbildungsnachweise zu verfassen und Wissen, welches ich gesammelt hatte, zu Papier zu bringen.

Autoren: Jaminia, Nora, Melanie, Sabrina

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