9 Wochen später…

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Vor mittlerweile mehr als neun Wochen hieß es für mich zusammenpacken, denn die nächsten neun Wochen würde ich kaum zuhause sein und schon gar nicht auf der Arbeit.

Meine erste Berufsschulzeit der Ausbildung stand an und mit viel zu viel Gepäck und drei anderen Azubis aus Frankfurt trat ich die – doch nicht ganz so lange – Reise in die Randbezirke der Stadt an.

Ab jetzt hieß es Branchengrundlagen, Rechnungswesen und Verlagsabende statt Kundenbestellungen, Wareneingang und Azubi-Webinaren. Von Belletristik über Kinder- & Jugendbuch bis hin zu E-Books und Hörbüchern lernten wir verschiedenste Warengruppen kennen, mit denen wir im Arbeitsalltag mehr oder weniger zu tun hatten und trieben mit der reinen Menge an Schweitzer Azubis in unserer Klasse (ganze neun Azubis) den ein oder anderen Dozenten fast zur Verzweiflung. Wir lernten an den Abendveranstaltungen die verschiedensten Verlage kennen, bekamen beim Besuch von Schweitzer die Outtakes des neuen Fachmedien Kurses zu sehen und quälten uns durch 16 Klausuren an zwei Tagen. Wir durften bei Libri die Logistik und den Druck erkunden und vom Lohrberg aus ganz Frankfurt beobachten.  Wir lachten, wir weinten und lernten einander und auch uns selbst besser kennen.

Und ganz plötzlich war es 9 Wochen später. Die Sachen waren gepackt, die Zimmer leergeräumt, doch unsere Köpfe gefüllt. Mit wertvollen Erinnerungen, manchmal auch Ärgernissen, doch vor allem endlich mit Hintergrundwissen über unseren gewählten Beruf. Unsere (trotz der Menge an Klausuren) gut ausgefallenen Zeugnisse in der Hand nahmen wir Abschied. Von liebgewonnenen Freunden, Lieblingsplätzen und unserem heißgeliebten Mittagsschlaf. Blickten sehnsüchtig auf selbstgekochtes Essen, normalen Arbeitsalltag und unsere eigenen Betten.

Und jetzt sind wir zurück. Die einen direkt durchgestartet, die anderen noch mit ein bisschen Erholungsurlaub. Jeder der Kolleg:innen fragt, wie die Zeit war und irgendwie lässt es sich nicht richtig in Worte fassen.

Der Mediacampus ist ein besonderer Ort und lässt jeden eigene Erfahrungen machen, ob mit Wunderkerzen mitten in der Nacht, in Aprilgewittern oder bei 30° im Schatten und das ist das, was die Zeit dort so schön macht.

~ Mona aus Frankfurt ~

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