blau machen

Buchtipp: Die Nulllinie

Als einer von wenigen westlichen Autoren fuhr Szczepan Twardoch immer wieder an die Front in der Ukraine. Er brachte Material, war unterwegs mit Soldaten, sah die Schrecken des Krieges, war in Gefahr. Seine Erfahrungen hat er zu einem Roman verdichtet, der den Geist der Bücher von Remarque, Jünger oder Hemingway atmet.

Kon geht in den Krieg. Er meldet sich freiwillig zur ukrainischen Armee und erlebt bald die Wirklichkeit, den Kontrast vom reichen Kyjiw zum desolaten Donbass, die Kluft zwischen offiziellen Bildern und den wahren Zuständen der Armee mit Gleichgültigkeit, Vetternwirtschaft. An vorderster Front, der Nulllinie, in einem vom Dnipro abgeschnittenen Flecken Erde, suchen er und seine Gefährten nach dem Sinn, dem Licht, zwischen Drohnen, Verletzten und dem Tod. Hier, an der Nulllinie, bekommen Brüderlichkeit und Mut eine neue Bedeutung, Vernunft weicht der Intuition, Aberglaube dem Wissen. Es gibt Freiwillige und solche, die nie kämpfen wollten, und als einzige Verbindung zur alten Welt das Internet über Starlink. Kon denkt an seinen Großvater, der im Weltkrieg kämpfte, sucht auch bei seiner Geliebten Zuja der Verzweiflung zu entfliehen – und ahnt immer mehr, dass dieser Krieg für ihn nie enden wird.

Ein Tag auf der Buchmesse – Mit Leseexemplaren und vielen Begegnungen

Vergangene Woche war es wieder so weit: Die Frankfurter Buchmesse hat stattgefunden. Ich habe nun zum dritten Mal während meiner Ausbildung die Buchmesse besucht, doch zum ersten Mal bin ich nicht nur privat dort gewesen. In den letzten 2 Jahren ging es für mich vor allem darum, dass Messe-Feeling zu erleben, die coolsten Foto-Spots zu finden, Freunde aus der Berufsschule wieder zu treffen und natürlich ganz viele Leseexemplare abzustauben.

Buchtipp: House of Leaves

Years ago, when House of Leaves was first being passed around, it was nothing more than a badly bundled heap of paper, parts of which would occasionally surface on the Internet. No one could have anticipated the small but devoted following this terrifying story would soon command. Starting with an odd assortment of marginalized youth — musicians, tattoo artists, programmers, strippers, environmentalists, and adrenaline junkies — the book eventually made its way into the hands of older generations, who not only found themselves in those strangely arranged pages but also discovered a way back into the lives of their estranged children.

Vier Monate Berufsschule – und plötzlich ist alles vorbei

Von April bis Juli war ich zum ersten Mal für meinen Blockunterricht in der Berufsschule. Nach der Zeit im Betrieb musste ich mich erstmal wieder daran gewöhnen, jeden Tag zur Schule zu gehen, mehrere Stunden Unterricht zu haben und für einige Klausuren zu lernen. Am Anfang war es schon etwas ungewohnt. Nach einer längeren Zeit im Arbeitsalltag fühlt sich Schule plötzlich ganz anders an. Nach ein paar Wochen hatte man sich aber daran gewöhnt und der Schulalltag war eigentlich ganz normal. Was mich dabei am meisten überrascht hat: Die vier Monate sind wirklich extrem schnell vorbeigegangen. Gerade als man wieder richtig drin war, war der Schulblock auch schon wieder vorbei.

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