Vor dem Beginn meiner Ausbildung bei Schweitzer war ich super aufgeregt. Zu meiner (Vor-)Freude über die Zusage und der Tatsache, dass es bald losgehen würde, gesellte sich ein Hauch von Nervosität. Doch dieser verflog schneller als ich angenommen hatte. Das lag neben der schönen Einführungswoche, in der wir Azubis uns gegenseitig beschnuppern konnten, auch am herzlichen Empfang des Kollegiums. Vor allem die hilfsbereiten Azubis, die mir das ein oder andere Fragezeichen aus dem Gesicht zaubern konnten (Danke an meine Frankfurter Mitazubis an der Stelle 😊) haben mir die Einfindungsphase um einiges erleichtert.
Beginn der Reise:
Meine Reise startete im Erdgeschoss, genauer in der Logistik mit all ihren Ecken und Nischen. Dort lernte ich, wie man den täglichen Wareneingang macht, wie Bestellungen postfertig gemacht und wie Zeitschriften ausgeliefert werden. Die Ware, mit der man arbeitet, tatsächlich in den Händen zu halten und aktiv damit zu arbeiten, lernte ich sehr zu schätzen, denn das ist nicht in jeder Abteilung üblich. Aber auch Warenrücknahmen und Remissionen gehörten zu meinen Aufgaben. Danach machte ich einen kurzen Abstecher in den Kundenservice. Dort habe ich das erste Mal Bücher bestellt. Ich bin immer noch begeistert, wenn ich ein Buch auspacke, das durch meine Bestellung verschickt wurde. Plötzlich fast nur noch am Computer zu sitzen und nicht mehr den halben Tag auf den Beinen zu sein, war eine kleine Umstellung. Meine jetzige Abteilung bietet aber einen guten Kompromiss.

Aktuell darf ich den Laden in Mainz erkunden und lernen, wie das typische (Fach-) Ladengeschäft im Buchhandel aussieht. Auch hier kümmere ich mich als erstes um den Wareneingang, nur, dass die Bücher hier auch noch in die entsprechenden Regale sortiert werden wollen. Der Dschungel an Warenuntergruppen war anfangs sehr verwirrend und trotz, dass ich noch nicht immer alles auf Anhieb finde, habe ich dennoch das Gefühl, mich besser zurecht zu finden. Wenn neue Verlagsausschauen erscheinen, gehe ich auf Altauflagen-Jagd. Das bedeutet ich suche neu angekündigte Bücher raus und beklebe sie (sofern die Altauflage noch im Regal steht) mit kleinen bunten Punkten, um erkenntlich zu machen, wann die Neuauflage voraussichtlich erscheinen wird. Das hilft uns dabei Remissionen besser planen zu können. Außerdem können wir Kunden so besser beraten und ihnen eine Auskunft darüber geben, ob sich das Warten auf eine Neuauflage lohnt.

Kunden schneien mit unterschiedlichen, teils sehr individuellen Wünschen und Erwartungen bei uns herein. Manchmal wissen sie genau, wonach sie suchen oder sie kommen einfach nur vorbei, um etwas abzuholen. Es gibt aber auch Momente, in denen sie eine spezifische Beratung zu einem bestimmten Thema brauchen. Das kann herausfordernd sein, insbesondere, wenn man (noch) neu in dem Bereich ist. Doch ein schneller Blick ins Warenwirtschaftssystem und in den Online-Shop können wahre Wunder wirken.

Eines meiner bisherigen Highlights war es die Schaufenster zu dekorieren. Bücher auszuwählen, sich ein Konzept zu überlegen und sich dabei kreativ auszutoben, macht mir besonders viel Spaß. Aber auch Beiträge für unseren Instagram-Kanal zu gestalten, ist immer wieder eine schöne Abwechslung zu meinen anderweitigen Aufgaben.

Fazit:
Auch wenn mich jeden Tag eigentlich dieselben Aufgaben erwarten, ist doch jeder Tag anders. Das ist das Schöne daran. Es wird nie langweilig und ich bin immer gespannt darauf, welche Überraschungen der nächste Tag für mich bereithält. Meine Erwartungen an die Ausbildung werden auf jeden Fall erfüllt und ich freue mich darauf, wie meine Reise bei Schweitzer Fachinformationen weitergeht.
~ Laura aus Frankfurt ~
Schön geschrieben, gut beschrieben, weiter so. Meint der BuchVogt.