Blogbeitrag: Mein letztes Ausbildungsjahr bei Schweitzer

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Zeit ist ein lustiges Spiel.  
Man beginnt eine Beschäftigung, einen Beruf oder etwas vollkommen anderes und die Tage, Wochen, Monate, gar Jahre fliegen einfach an einem vorbei und man merkt gar nicht, wie sich alles verändert – wie man selbst wächst, sich Dinge aneignet und anderes wiederum vergisst.  
Zeit ist ein Geben und Nehmen und ich erwische mich teilweise dabei, wie ich es überraschender finde, über die Vergangenheit nachzudenken, als über die Zukunft.  

Das alles wurde mir in den letzten paar Wochen erst so richtig klar. 

Ich habe im September 2023 meine Ausbildung hier bei Schweitzer als Buchhändler begonnen und damals war ich noch eine komplett andere Person.  
Manche Kollegen, mit denen ich oft scherze, erinnern mich gerne daran, wie eng ich doch mit der Kapuze meines Pullovers befreundet war, wie ich oft aufgefordert werden musste, lauter zu sprechen oder wie mir das Nach-Hilfe-Fragen viel schwerer fiel, als es nötig war.  

An all das erinnere ich mich, um ehrlich zu sein ebenfalls, wenn auch ein bisschen vernebelt.  
Man selbst bemerkt schließlich nicht, dass die eigenen Haare wachsen, bis jemand einen sieht und überrascht verkündet „Du, deine Haare sind ja gewachsen!“, was einen dazu bringt, in den nächstbesten Spiegel zu schauen und zu realisieren – Oh ja, meine Haare sind ja wirklich gewachsen.  

So ähnlich definiere ich dieser Veränderung und dieses Wachstum, wenn auch der Vergleich ein wenig amüsierend ist.  
Was sicher zu sagen ist, ist dass ich definitiv aus mir rauskommen konnte, mich nicht mehr scheue, mit meinen Kollegen zu reden oder gar zu scherzen, dass ich Hilfe einfordere, wenn ich diese denn benötige und dass ich meinem letzten Ausbildungsjahr in Schweitzer mit ehrgeizigem Blick entgegensehe.  

Ab dem 1. September hat dieses nämlich offiziell begonnen und obwohl ich genau weiß, was auf mich zukommt, so ist es dennoch ein wenig einschüchternd.  
Mein zweiter Schulblock am Mediacampus, die Prüfungen, sowohl die Schriftlichen als auch die Mündlichen, die letzten paar Abteilungen und schlussendlich der Abschied von dem Azubi-Dasein.  

Die Zeit bei Schweitzer war bis jetzt auf jeden Fall ereignisvoll und ich habe vieles lernen können. Nicht nur inhaltlich, sondern auch über mich selbst, über meine Mitmenschen und wie alle als ein Ganzes funktionieren, was wirklich sehr interessant und wertvoll ist – Ich werde das, was ich gelernt habe, auch für immer bei mir tragen und stetig damit wachsen, so, wie es mir eben beigebracht wurde.  

Ein Auszubildender in unserer Firma zu sein ist wie eine Schnitzeljagd.  
Man lernt und findet Dinge dort, wo man sie nicht erwartet hat, führt unerwartete Gespräche neben der Kaffeemaschine, über die man vielleicht noch den ganzen Tag nachdenkt und trifft Menschen, die alle wild in Deutschland verteilt sind, damit man gemeinsam an etwas arbeiten kann; helfen kann. Manche Dinge, die einfach so in meinem Arbeits-Alltag passieren scheinen im Nachhinein bizarr, dies aber wirklich in der besten Art und Weise.  

Ich freue mich sehr darauf zu sehen, was das letzte Jahr noch zu bieten hat, auch wenn ich nervös bin.  
Aber ich frage mich, welche Menschen ich dieses Mal am Mediacampus kennen lernen darf, freue mich, welch Wissen ich mir noch aneignen kann, bin aufgeregt, dann auch hoffentlich erfolgreich meine Ausbildung abschließen zu können und voll und ganz mit beiden Füßen in der Berufswelt stehen zu dürfen.  

Die Zeit in der Firma hat mich sehr geprägt und auch wenn sie mal schneller, mal langsamer verging, aber ich dennoch bin ich dankbar für jeden Tag, an welchem sich Menschen Zeit für mich nehmen, um mir das zu zeigen, was sie schon unzählige Male gemacht haben.  

~Jonah aus Frankfurt~

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