Filmtipp: Ziemlich beste Freunde

Veröffentlicht von
Cover der DVD: Die beiden Hauptprotagonisten im Vordergrund, Phillipe im Rollstuhl, Driss schiebt. Im Hintergrund ein Park beim Schnee. Beide lachen.

Titel: Ziemlich beste Freunde

Regisseure:  Olivier Nakache und Éric Toledano 

Preis: 3,99 €

EAN: 0886919378399

Erscheinungsjahr: 2011

Filmstudio: Universum Film

Beschreibung:

Philippe ist adlig, reich und gebildet. Doch seit einem Unfall ist er gelähmt, daher geht ohne Hilfe nichts! Eines Tages taucht Driss, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf.

Rezssion:

Ziemlich beste Freunde – Eine Geschichte über Freundschaft, Würde und das Leben selbst

Ziemlich beste Freunde, basierend auf einer wahren Begebenheit und inszeniert von Éric Toledano und Olivier Nakache, erzählt die Geschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch entwickelt sich aus den beiden eine außergewöhnliche Freundschaft. Philippe, der nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist, trifft auf den lebensfrohen Driss, der gerade erst aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich eigentlich nur auf eine Stelle bewirbt, um weiter Arbeitslosengeld zu beziehen. Doch genau in diesem Gegensatz beginnt eine Geschichte voller Leichtigkeit, Tiefe und Humor.

Die große Stärke des Films liegt in der ehrlichen und ungekünstelten Darstellung menschlicher Nähe. Was zunächst wie ein klassisches Muster von Gegensätzen wirkt, entfaltet sich schnell zu einer feinfühligen Reflexion über Würde, Vertrauen und das, was Menschen jenseits von Herkunft, Status oder körperlichen Voraussetzungen miteinander verbindet. Driss bringt Schwung und Spontaneität in Philippes kontrolliertes Leben. Philippe wiederum schenkt Driss Verantwortung und Respekt. Beide lernen voneinander, ohne sich gegenseitig zu verändern.

Trotz der ernsten Thematik gelingt dem Film eine beeindruckende Balance zwischen Humor und Emotion. Die Witze sind nie herablassend, sondern menschlich und gerade deshalb so kraftvoll. Die Chemie zwischen François Cluzet und Omar Sy trägt den Film mit natürlicher Leichtigkeit und Charisma. Visuell bleibt der Film zurückhaltend und konzentriert sich auf die Figuren und ihre Entwicklung, was der Geschichte Raum gibt, sich auf stille, aber nachhaltige Weise zu entfalten.

Fazit: Eine Freundschaft, die berührt und bleibt

Ziemlich beste Freunde ist mehr als eine Feel-Good-Komödie. Es ist ein Film über Würde, über das Überwinden von Vorurteilen und darüber, wie bereichernd echte Verbindung sein kann. Ohne Pathos, aber mit viel Herz erzählt der Film von der Kraft des Zwischenmenschlichen. Eine Geschichte, die zum Lächeln bringt und zum Nachdenken.

~ von Amit aus Düsseldorf~

Der Film beruht auf der Lebensgeschichte von Philippe Pozzo di Borgo
Deutsche Ausgabe: Ziemlich beste Freunde – Philippe Pozzo di Borgo

Kommentar verfassen