Zwischen London, Las Vegas und Wuppertal – Eine literarische Reise durch die Berufsschule

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Wenn mich jemand fragen würde, was mir am besten an der Ausbildung im Buchhandel gefällt, wäre die Berufsschule nicht das erste was mir einfallen würde. Aber wenn ich einmal länger darüber nachdenken würde, dann würde sie schon auftauchen. Unter anderem weil wir durch unseren besonderen Status als Buchhandels-Azubis viele Vorteile genießen, die sonst nur wenige erleben dürfen. 

Abbildung 1: Winterwunderland Mediacampus

Wir haben nur zweimal in der gesamten Ausbildung Berufsschulzeit und das auch nur jedes Mal 9 Wochen (am Mediacampus Frankfurt).

Wir leben alle zusammen an einem Campus, essen zusammen, lernen gemeinsam und können uns voll und ganz auf den Unterrichtsstoff konzentrieren.

Und dann natürlich die Bücher. Wer vom Mediacampus ohne mindestens 5 neue Bücher nach Hause kommt, war nicht wirklich am Campus. Und manchmal haben wir Bücher schon Wochen vor Erscheinungsdatum in der Hand und bekommen die Möglichkeit diese vorab zu verschlingen. So auch diesmal: 

Ich habe Lesungen zu Einstein im Bade, Illusion – A Lie Worth Believing (sogar am Erscheinungstag), Spielverderberin (eine der ersten Lesungen der Autorin überhaupt) und der Lichter unter London Reihe (sogar mit einem zum allerersten Mal vorgelesen Auszug aus dem im April erscheinenden Prequel „Schlammlerche“ und Einblicken in die Covergestaltung) gehört, einen Einblick in die Mangawelt von Altraverse bekommen (inkl. Düdeldüs und Düdeldams wie es unser Dozent so passend beschrieben hat (gemeint waren Goodies)), weiß dank der Abendveranstaltung der Medienkaufleute Print und Digital jetzt genau welchen Weg eine Idee auf dem Weg zum Buch im Verlag durchläuft, kenne den Aufbau und die Zukunft der neuen Was-Ist-Was Reihe für Grundschulkinder, weiß warum sich die Reclam-Bücher, trotz niedriger Preise immer noch sehr gut im Buchmarkt halten können und durfte hinter die Kulissen der Anthea & Maro Verlage der Kurt-Wolff-Stiftung schauen. Doch was für viele und auch mich immer am besondersten ist, ist das Bergfest.

Das Bergfest

Abbildung 2: Schaufenster der Campusbuchhandlung

Das Bergfest findet immer zur Hälfte eines Blocks (also nach 4 ½ Wochen 😉) unter Unterstützung eines Verlages statt. In meinem ersten Block war das der Wagenbach Verlag mit seiner Salto-Reihe. Jetzt in meinem zweiten Block durften wir den Ullstein Verlag mit dem am 26. März erscheinenden Buch „Pina fällt aus“ begrüßen. Zusätzlich zu einer Vertreterin vom Verlag war außerdem die Autorin des Buches, Vera Zischke, zu Besuch und beide durften mit uns einen Abend unter dem Thema „Nachteulen und Paradiesvögel – Wenn die Nacht erwacht und Farben fliegen – Dunkle Eleganz trifft auf schillernde Exzentrik“ passend zu ihrem Buch verbringen.

Mit einer kurzen Verlagsgeschichte ging der Abend los, dann kam Vera Zischke und präsentierte uns ihr Buch inklusive Textstellen, fast 2 Monate vor Erscheinen. Im Anschluss gings ans große Bücherbuffet (Eine Auswahl von 5 Ullstein-Büchern für jeden!) und zum großen Abendessen, bevor die Party losgehen konnte.

Alles in allem ein Abend, der perfekt von Buchhandelsazubis für Buchhandelsazubis geplant wurde. Leseexemplare, Essen und Musik, was will man mehr.

Jetzt geht es mit großen Schritten einerseits auf die Klausuren am Ende des Schulblocks und danach direkt auf die Abschlussprüfung zu und rückblickend kann ich sagen, dass ich die Berufsschulzeiten nicht missen möchte und dankbar für die vielen Erlebnisse bin, die ich hier mitnehmen durfte.

~ Mona aus Frankfurt ~

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