Nach den Prüfungen ist vor den Prüfungen

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Sieben Wochen. Ganze sieben Wochen liegen zwischen den Berufsschulprüfungen und den IHK-Abschlussprüfungen. Eine Zeitspanne, die auf dem Papier nach absoluter Luxus-Vorbereitung klingt. Sieben Wochen! Da kann man ja quasi schon aus Langeweile lernen.

In der Realität… gefühlte vier.

Denn natürlich wurde diese Zeit maximal sinnvoll genutzt: Direkt nach den Prüfungen ging es erstmal in den Prüfungsvorbereitungskurs am Mediacampus – was ja grundsätzlich eine super Idee ist. Eigentlich. Praktisch stellt sich nur die Frage, ob so kurz im Anschluss an die reguläre Unterrichtszeit wirklich noch irgendein Gehirn aufnahmefähig war oder ob alle innerlich einfach nur auf „Pause“ gestellt hatten.

Kaum war das überstanden, ging es auch schon weiter nach Düsseldorf zur Azubiwoche. Buchhaltung, ole! Ein Erlebnis, das man so schnell garantiert nicht vergisst – Stichwort: Speeddating! Und schwupps, sind von den sieben Wochen schon mal einige Tage einfach… weg. Bildungsbedingt natürlich. Ganz offiziell.

Und dann beginnt sie: die eigentliche „Lernphase“.

Oder wie man sie auch nennen könnte: die Hochphase der Prokrastination. Irgendwo zwischen „Ich starte morgen richtig durch“ und „Ich räum erstmal meinen Schreibtisch auf (zum dritten Mal diese Woche)“ etabliert sich Aufschieben ganz souverän auf Platz 1 der To-do-Liste. Aber ganz ehrlich – ein bisschen Entspannungszeit muss ja auch sein. Das ist schließlich wichtig fürs Gleichgewicht. Sehr wichtig. Unverzichtbar, sogar.

Zum Glück gibt es da diesen riesigen Fundus an alten IHK-Prüfungen. Man ist also bestens vorbereitet. Also… in der Theorie. Man weiß, dass das Material existiert, und das gibt einem schon ein beruhigendes Gefühl. Fast so, als hätte man schon gelernt.

Und außerdem hat man ja nach einem ganz normalen Arbeitstag noch unglaublich viel Zeit und Energie übrig, um sich hochmotiviert an den Schreibtisch zu setzen und voller Begeisterung zu pauken. (Kurze Pause für ironisches Gelächter.) Denn nichts schreit mehr nach Feierabend als noch ein paar Stunden konzentriertes Lernen.

Am Ende bleibt also festzuhalten: Sieben Wochen Vorbereitungszeit sind absolut ausreichend – wenn man sie gedanklich auf vier Wochen runterkürzt, zwischendurch ein bisschen prokrastiniert, sich minimal entspannt und ganz fest daran glaubt, dass man das alles schon irgendwie hinbekommt. Und wenn nicht… gibt es ja immer noch die alten Prüfungen. Irgendwo. In diesem einen Ordner.

~ Lotta aus Bremen ~

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