Titel: Das Jahr ohne Worte
Autorin: Syd Atlas
Preis: 13,00 €
Erscheinungsdatum: 14. März 2023
Seitenzahl: 256 S.
ISBN: 978-3-499-00441-4
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Klappentext
Alles beginnt mit einer großen Liebe. «Sowohl als auch» heißt das Café in Prenzlauer Berg, in dem Syd Theo kennenlernt. Theo ist Filmemacher, alleinstehend, charismatisch. Sie weiß sofort, dass es die Art von Liebe ist, die sie vermutlich nur einmal erleben wird. Die beiden bekommen ein Kind, ziehen zusammen, erleben großes Glück und überstehen kleine Krisen. Doch dann erhält Theo eine niederschmetternde Diagnose, und binnen kürzester Zeit ist von dem Mann, in den Syd sich einst verliebt hat, weniger übrig. Und doch kämpft sie um ihr Glück. Bis sie eines Tages eine ungeheuerliche Entdeckung macht.
Rezension
Es ist nicht immer leicht, über Krankheiten zu schreiben, und umso schwerer ist es, die Realität, die sie mit sich bringen, festzuhalten.
In ihrem Debütroman Das Jahr ohne Worte schafft es Syd Atlas dennoch, diese schwierige Aufgabe auf beeindruckende Weise zu meistern. Der Roman, der auf ihrem eigenen Leben beruht, schildert die Höhen und Tiefen der ALS-Erkrankung ihres Mannes – jener Krankheit, an der auch der berühmte Physiker Stephen Hawking litt.
Atlas Roman ist ein tief emotionales Werk über das Kennenlernen von ihr und Theo, dass gemeinsame gründen einer Familie und dann, über die Anfänge und den Umgang mit Theos Diagnose. Wie das erst Nicht-Wahrhaben-Wollen und die ständigen Untersuchungen. Doch Syd kämpft trotz Theos fortschreitendem körperlichen Verlauf darum, an ihrem gemeinsamen Leben festzuhalten und dann kommt alles ganz anders als gedacht.
Die Geschichte thematisiert auf kraftvolle Weise die Erfahrungen von Liebe, Verlust und der Hoffnung, auch in Zeiten größter Verzweiflung noch einen Rest des Glücks zu bewahren.
Insgesamt ist der Roman für mich eine sehr aufwühlende Lektüre gewesen, die mich lange beschäftigen wird.
~ Bronwyn aus Berlin ~
