Ausbildung bei SFI im Wandel: Meine Erfahrung

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Bald ist es vorbei 

Ein prägender Teil meiner Ausbildung war die Zeit, die ich zu Beginn im Schweitzer-Shop in Mainz verbracht habe. Dort habe ich den direkten Kundenkontakt und den klassischen Buchhändleralltag kennengelernt. Beratungsgespräche, Bestellungen und kurze Gespräche mit Stammkund:innen sowie fachkundigen Kolleg:innen haben mir gezeigt, wie wichtig persönliche Beziehungen im Fachbuchhandel sind. Auch wenn der Shop heute nicht mehr existiert, war diese Zeit für mich sehr wertvoll und hat mein Verständnis von Service und Kundennähe nachhaltig geprägt. 

Neben dem klassischen Ladenalltag konnte ich in Mainz auch im Bereich Social Media mitarbeiten. Gemeinsam mit anderen Frankfurter Auszubildenden erstellte ich Inhalte für unseren lokalen Instagram-Account – von der Ideenfindung über das Fotografieren bis hin zum Texten. Besonders spannend war es zu sehen, wie ein eher „trockenes“ Thema wie juristische Titel kreativ und modern präsentiert werden kann. Auch die Schaufenstergestaltung, vor allem die Weihnachtsfenster, die ich gemeinsam mit meiner Auszubildendenkollegin Hannah gestalten durfte, zählten zu meinen Highlights. Die Mischung aus Marketing, Kreativität und Eigenverantwortung machte diese Zeit besonders wertvoll. 

Die Zeit vor und nach der Transformation 

Als ich mich für die Ausbildungsstelle bei Schweitzer bewarb, hatte ich ursprünglich eine eher traditionelle Vorstellung vom Buchhandel. Doch schon kurz nach Ausbildungsbeginn wurde mir klar: Den Fachbuchhandel, wie ich ihn in den letzten drei Jahren kennengelernt habe, gibt es nur bei Schweitzer.  

Ein Grund dafür ist die „Transformation 26“, denn ich konnte in der ersten Reihe miterleben, wie die Filialen zu einem großen Unternehmen zusammengeführt wurden. Dieser Prozess hat mir gezeigt, wie viel Offenheit, Einsatz und Lernbereitschaft von dem Kolleg:innen gefordert wird und meine Wertschätzung für das Unternehmen deutlich gesteigert. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie wichtig Anpassungsfähigkeit ist, um den Herausforderungen der Branche gerecht zu werden. 

Hier wird nicht nur Transformiert 

Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir die Azubi-Wochen und Azubi-Lunchtalks. Statt trockener Vorträge standen Workshops, Austausch und Kennenlernen im Mittelpunkt, wodurch schnell ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstand. Die Schweitzer Kollegen, die nach mir ihre Ausbildung abschließen werden, sind genau die Art von Menschen, mit denen ich mich gut verstehe. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihnen, da sie, meiner Meinung nach, eine großartige Bereicherung zum bereits netten Betriebsklima beitragen werden.  

Selbstverständlich gehört auch die Berufsschule dazu. Sie ist zwar fordernd, stellt aber eine wichtige Ergänzung zur Praxis dar. Die Abendveranstaltungen mit Verlagen am Mediacampus sind ein großes Plus. Dort habe ich einen Einblick in die „klassische“ Seite des Buchhandels gewonnen und mich über die neuesten Trends der Belletristik und vieles mehr informiert. Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Leseexemplare, die man dort kostenlos bekommt – sowohl bei den Abendveranstaltungen als auch bei der Frankfurter Buchmesse.  

Von meinen ersten drei Ausbildungsmonaten in unserer Mainzer Filiale bis zur Teilnahme als „Versuchskaninchen“ mit den anderen Frankfurter Azubis des zweiten Lehrjahres im ersten fernbetreuten Ausbildungsbereich mit dem ehemals sogenannten „Eurosales-Team“ (ZBL, Lieferanten- und Artikelteam, Eurosales-Support usw.), wo wir im Konferenzraum einen tiefen Einblick hinter die Kulissen unseres WWS (Warenwirtschaftssystem) erhielten, bis zuletzt meine Arbeit in der „transformierten“ ZAI, die nur digital über Teams betreut wurde, konnte ich zahlreiche Erfahrungen und Kenntnisse gewinnen. Rückblickend merke ich, wie sehr ich mich durch die Ausbildung sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickelt habe. 

~ Scarlett aus Frankfurt ~

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